Paartherapie & Paarsynthese

Martin Campen

Diplom Psychologe Psychologischer Psychotherapeut Lehrtherapeut für Paarsynthese

Paartherapie als Brücke zwischen Dir und mir
©JerzyGorecki/pixabay

Paartherapie

Hier finden Sie das Wichtigste über den Ablauf und die Durchführung der Paartherapie

Die Ausgangslage

„Mein Mann hat keine Zeit für mich und die Familie“
„Meine Frau will keinen Sex mehr“
„Wir reden nicht mehr miteinander“
„Wir streiten nur noch“
„Er/Sie hat eine Andere/einen Anderen“
„Wir zermürben uns gegenseitig, von der Liebe ist nichts mehr geblieben“
„Was hat das eigentlich noch für einen Sinn?“

Die Konflikte, die früher einmal lösbar waren, haben sich zu Störungen und Krisen ausgewachsen, häufig gibt es keine Versöhnung mehr, bestenfalls Phasen oberflächlicher Ruhe. Meist sind beide Partner verzweifelt über die Lage, finden aber trotzdem keinen Weg zueinander.  Sie fühlen sich mit den Kräften am Ende, hoffnungslos, werden eventuell krank und fragen sich, warum der andere sie nicht versteht. Der Weg zum Therapeuten ist dann oft der letzte Strohhalm, die letzte Chance vor der Trennung.

Der Beginn der Therapie
Wenn Sie angerufen und einen Termin bekommen haben (was nicht immer leicht ist), treffen wir uns zum Erstgespräch. Sie schildern Ihr Problem, ich stelle vertiefende Fragen, es entwickelt sich ein erstes therapeutisches Gespräch, und wir legen die Rahmenbedingungen der Therapie fest.
In der Regel (Ausnahmen bestätigen die Regel) sind die wichtigsten Rahmenbedingungen die folgenden: Die Sitzungen haben eine Dauer von 75 bis 90 Minuten. Sie kosten 110,- €. Diese Kosten werden so gut wie nie von den Krankenkassen übernommen. Die Sitzungen finden vierzehntägig statt.

In diesem Erstgespräch bekommen Sie einen Eindruck von der persönlichen Ausstrahlung des Therapeuten und seiner Arbeitsweise. Ich gebe Ihnen eine erste Rückmeldung über meine diagnostische Einschätzung, z.B. auch darüber, ob Paar- oder Einzeltherapie nötig und angezeigt erscheinen. Sollte eine Paartherapie sinnvoll sein, können Sie sich entscheiden, ob Sie mit mir als Therapeuten arbeiten wollen und welches  Ziel die Therapie haben soll. Sollte ein therapeutisches Arbeitsbündnis zwischen uns nicht zustande kommen, helfe ich Ihnen bei Bedarf bei der Suche nach anderen Therapeuten oder weiteren Alternativen.

Krisenintervention
Häufig hat sich die Streitspirale so weit gedreht, die Krise so zugespitzt, dass zuallererst Maßnahmen zum Krisenmanagement nötig sind, um die schlimmste gegenseitige Zerstörung, Bedrohung, Zermürbung zu stoppen:
Entflechtung durch Waffenstillstand, emotionale Entlastungsventile schaffen, Zeit gewinnen durch verbindliche Regeln, eventuell vorübergehende räumliche Trennung u.a., damit Sie allmählich überhaupt wieder miteinander reden können.
Erst dann kann die Therapie „richtig“ losgehen.

Worum es in der Therapie geht
Übergreifend gilt: es geht um die Liebe, nicht nur um verbesserte Kommunikation. Die Beziehung ist nur sinnvoll und sinnerfüllend, wenn sie von Liebe getragen ist. Gibt es sie noch? Ist sie noch zu finden und neu zu beleben? Sind die in der gemeinsamen Liebesgeschichte erlittenen und zugefügten Kränkungen und Verletzungen zu verzeihen und heilbar?  Wenn das nicht der Fall ist, muss manchmal auch der Weg  einer respekt- und würdevollen Trennung gegangen werden.

In der Regel aber arbeiten wir daran, das Fließen der Liebe wieder möglich zu machen. Das bedeutet, es geht um Austausch, um Dialog. Deshalb reden Sie in den Sitzungen viel miteinander, nicht nur mit dem Therapeuten. Aber Dialog bedeutet viel mehr als Sprechen; es geht um den Austausch von Gefühlen mit und ohne Worte, auf der seelischen, geistigen  und körperlichen Ebene. Es geht darum, wie viel Zeit Sie sich dafür nehmen und wie der Sinn Ihrer Beziehung darin spürbar wird. Deshalb machen wir dazu Übungen in den Sitzungen, und ich gebe „Hausaufgaben“.

Das Ziel der Paartherapie ist also der von Blockierungen befreite Austausch von Körper, Geist und Seele zwischen den Liebenden. Dieser intime Dialog des Paares steht im Zentrum unserer gemeinsamen Arbeit. Mit Intimität ist übrigens sowohl die Sexualität gemeint, als auch die besondere Dichte und Nähe, die es nur zwischen Liebenden gibt. Sie unterscheidet Liebesbeziehungen von Freundschaften, Bekanntschaften und kollegialen Beziehungen.
Die Sehnsucht, zu lieben und geliebt zu werden, ist in allen Menschen zuhause. Anders ist es mit der Fähigkeit zu lieben!
Ein wesentlicher Inhalt der Therapie ist es daher, diese Fähigkeit zu lernen und zu üben. Was wir als Partner gerne haben wollen, müssen wir ja auch geben können. Hier gibt es bei den Männern und Frauen oft Hemmungen und Blockierungen, die z. T. auf Kränkungen und Altlasten aus der Kindheit beruhen.
Diese Lernprozesse lassen uns wachsen und reifen, sie stärken uns, sind mit Lust und Freude, aber auch mit Selbstüberwindung, Unsicherheit und zeitweiligen Rückschlägen verbunden.

Hinter diesen paartherapeutischen Vorgehen steht das Konzept der Paarsynthese, das eine Psychologie der Liebe, sowie eine entsprechenden Methodologie und Interventionstechnik umfasst.  Begründer dieses Verfahrens ist Michael Cöllen.
Näheres dazu finden Sie unter Paarsynthese.